Der Kristallkönig von Ria Radtke

Klappentext:
Amsterdam, 1898. Seit dem Verschwinden seiner Mutter ist Kornelian van Leeuwen den Launen seines Vaters ausgeliefert. Als er auf die Antwerpener Diamantenmesse geschickt wird, sieht er seine Chance gekommen, endlich das Vertrauen des kaltherzigen Edelsteinhändlers zu gewinnen: Dazu muss er nur den Dieb aufspüren, der die Kundschaft bestiehlt und das Unternehmen seiner Familie in Verruf bringt. Anstatt sich auf das Leben als Ehefrau vorzubereiten, verbringt Juwelierstochter Beryl ihre Zeit lieber damit, Diamanten aus den Villen gutbetuchter Familien zu stehlen. Die makellosen Steine rufen förmlich nach ihr, bergen allerdings ein grausames Geheimnis. Beryl ist entschlossen, für Gerechtigkeit zu sorgen, bis sie auf Kornelian trifft und einsehen muss, dass ihr Herz andere Pläne hat. Beide ahnen nicht, dass sie im Begriff sind, übernatürliche Kräfte zu entfesseln, die mehr als nur ihr Leben in Gefahr bringen
Quelle: Drachenmond Verlag

Meine Meinung:
Die Autorin entführt ihre Leser mit ihrer Geschichte in die Niederlande Ende des 19. Jahrhunderts. Die Handlung wird abwechselt aus der Sicht von Beryl und Kornelian erzählt, die Autorin benutzt dafür die personale Erzählperspektive. 

Der Stil der Autorin ist sehr fesseln und das Setting ist auf jeden Fall sehr ungewöhnlich, was mir schon einmal sehr gut gefallen hat. Es geht hier vor allem um die Liebe zu Diamanten und wie diese Liebe in krankhafte Obsession umschlagen kann. Die Geschichte ist insgesamt eher geheimnisvoll und mysteriös, die Autorin erklärt weniger und lässt ihre Leser oft im Dunkeln.

Ein bisschen hat die Romanze was von Enemy-to-Lovers, denn die beiden stehen anfangs auf verschiedenen Seiten. Beryl mochte ich sehr, sie ist ein starker weiblicher Charakter. So mag ich meine weiblichen Charakter in solchen Büchern. 

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne ungewöhnliche Geschichte mag. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl. 

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