(Werbung) Interview mit Christina Hiemer

Hallo Zusammen,

heute habe ich ein Interview für euch und zwar von Christina Hiemer: 

 

Dein Roman Mentira. Stadt der Lügen erscheint am 05.12.19 als Neuauflage beim Impress Verlag. Willst du uns kurz erzählen worum geht es da? Wurde der Roman überarbeitet? Also für die Neuauflage bei Impress?

Sehr gerne. Hauptsächlich geht es in „Mentira Stadt der Lügen“ um ein Mädchen namens Melia, dass in einer Stadt groß wird, in der nicht gelogen wird. Die dort lebenden Frauen nennen sich „Schwestern der Ruína“ und sind ähnlich wie eine Art Klosterorden aufgebaut, aber mit dem Unterschied, dass dort auch Kampf unterrichtet wird. Melia fühlt sich in dieser Schwesternschaft nicht zugehörig und bekommt einen Auftrag, der sie hinaus aus Mentira und nach Sombra – der Schattenstadt führt. Dort herrscht Kilian Cross, ein skrupelloser Mann, der in seiner Stadt jegliche Gräueltaten duldet. Melia muss sich also dieser völlig neuen, dunklen Welt stellen und wie sie das schafft und ob sie vielleicht jemanden trifft, der ihr bei ihrer wichtigen Mission hilft, dass könnt ihr dann ab dem 05.12. selbst herausfinden. Der Roman wurde vor der Veröffentlichung komplett überarbeitet und neu lektoriert und korrigiert, sodass auch Leser, die die erste Auflage unter dem Altverlag gelesen haben, dort vielleicht noch die ein oder andere neue Szene entdecken könnten. 

Weißt du schon, ob es ein Taschenbuch geben wird?

Wer Impress kennt weiß, dass es sich bei dem Carlsen Imprint ja eigentlich um ein reines e-Book Label handelt 😊 Aber wenn das e-Book gut bei den Lesern ankommt (und das hoffen wir natürlich!), dann wird es von Mentira Stadt der Lügen sicherlich auch ein Taschenbuch geben und seien wir mal ehrlich: Dieses herrliche Cover verdient doch ohne jeden Zweifel ein Print, oder?

 Wann erscheint Teil 2?

Der zweite und letzte Band der Dilogie wird voraussichtlich im Februar 2020 erscheinen. Die Wartezeit hält sich also wirklich in Grenzen!

 Hast du das Cover für Teil 2 schon gesehen?

Nein, bisher leider noch nicht! Ich bin also genauso ahnungslos wie meine Leser . (Und total neugierig und aufgeregt!)

 Wie bist du auf die Idee dazu gekommen?

Lügen haben mich immer schon fasziniert. Dieses Thema hat also schon immer einen gewissen Reiz auf mich ausgeübt, genauso wie Geschichten mit dystopischen Setting. Deshalb war für mich irgendwie klar, dass ich all das irgendwie in eine Geschichte verpacken muss. Dass dabei letztlich zwei so unterschiedliche Städte entstehen würden und eine doch so komplexe Buchwelt hätte ich ehrlich gesagt niemals erwartet.

Was sind deine nächsten Pläne?

Derzeit arbeite ich an einem neuen Fantasyprojekt, dass mir super viel Spaß macht! Wann und ob dieses Buchprojekt allerdings veröffentlicht wird, weiß ich nicht. Dazu ist es noch zu frisch. Aber ich werde mich in den nächsten Wochen dieser neuen Geschichte widmen und sicherlich einige tolle Schreibstunden mit den neuen Figuren verbringen.

Was ist dir am wichtigsten bei deinen Büchern?

Ich versuche in jede Geschichte eine Botschaft zu packen und sei es auch nur ganz unterschwellig. Bei der Mentira-Dilogie geht es darum sich bewusst zu machen, was für eine enorme Konsequenz Lügen mit sich bringen können und wie wichtig es ist, Mut zu besitzen die Wahrheit zu sagen. Auch wenn das manchmal unbequem und vor allem unangenehm sein kann. Auch die Widmungen in beiden Büchern deuten das an und ich werde immer versuchen bei all der Fiktion und der Fantasy eine Botschaft zu vermitteln. Hauptsächlich schreibe ich natürlich, um etwas zu erzählen. Aber wenn ich meine Worte schon dazu nutze euch eine spannende Geschichte zu erzählen, dann möchte ich jedem Leser auch einen gewissen Mehrwert bieten, denn ich liebe als Leser auch immer wieder die Bücher, die tiefer gehen, als das was man mit dem bloßen Auge sehen kann.

Hast du Beta-Leser? Wenn ja, wer ist das? Inwieweit haben diese Einfluss auf deine Texte?

Für den ersten Band hatte ich tatsächlich keine Testleser und auch meine Kurzgeschichten schreibe ich immer komplett allein.  Als ich dann den zweiten Band schrieb hatte ich unfassbar Panik, dass das was ich da zusammengeschustert habe kompletter Schrott sein könnte. Deshalb fragte ich zwei Freundinnen, die ich auch nur durchs Lesen kennengelernt habe (und die beide Band 1 kannten), ob sie nicht Lust hätten zumindest die ersten Kapitel zu lesen. Als ich dann wieder etwas Mut gefunden hatte, schrieb ich den 2. Teil dann ohne weiteres Feedback komplett fertig. Allerdings wollten die beiden dann aber auch wissen, wie das Buch endete, also durften die beiden es dann vorablesen und haben mir auch ihr wertvolles Feedback gegeben (und den ein oder anderen Flüchtigkeitsvertipper gefunden – danke an dieser Stelle nochmal liebe Sandra und Jasmin♥). Aber Einfluss auf die fertige Geschichte oder das Ende etc. haben die beiden mit ihrer Rückmeldung nicht genommen.
Aber prinzipiell habe ich solche Beta-Leser nicht und vermisse sie auch derzeit nicht. Vielleicht ändert sich das irgendwann, aber für den Moment ist es so, wie es ist perfekt.

Hast du einen Lieblingsplatz zum Schreiben?

OHJA! Eindeutig mein Bett! Ich schreibe so ca. 80% von einfach allem (einschließlich der Antworten für dieses Interview) aus meinem Bett. Ich liebe es einfach mich zudecken und einkuscheln zu können, den Laptop auf dem Bauch liegend, während der Fernseher läuft und ich irgendwas Süßes in mich reinstopfen kann. Bei manchen Szenen brauche ich dann zwar auch mal Ruhe, oder mache mir stimmungsvolle Musik an, aber die meisten Wörter fließen tatsächlich während der Fernseher im Hintergrund brabbelt. 

Was liest du selbst gerne? Was ist dein Lieblingsgenre?

Eindeutig Fantasybücher (und DYSTOPIEN/SCI-FI)! Das ist und war und wird vermutlich immer mein absolutes Lieblingsgenre bleiben! Jugendbücher lese ich auch gerne und viele, aber die Fantasy ist einfach MEIN Genre

Völlig egal ob Caraval, Die Perfekten oder Die Ring-Chroniken – Ich möchte die fantastischen Welten nicht mehr missen. Ich mag es dunkel und düster und brauche auch nicht immer eine ausladende Liebesbeziehung in einem Buch. Romantik ist nichts, was für mich zwingend in Fantasybüchern vorkommen muss. 

Macht dir das Schreiben immer Spaß?

Das Schreiben an sich: JA! Klar hatte auch ich mal Momente, wo die Worte nicht so fließen wollten, wie ich das gerne hätte. Aber bisher bin ich noch nie Opfer einer richtig fiesen Schreibblockade geworden (und ich hoffe das bleibt auch so!). Natürlich ist das Schreiben aber auch harte Arbeit und die macht eben manchmal weniger viel Spaß 😊 Ich sträube mich z. B. etwas vor Lektoraten (ich hoffe dieses kleine Geheimnis ist bei dir sicher!). Aber ich weiß, dass es zum Schreiben und Veröffentlichen eben einfach dazugehört und es ist immer ein tolles Gefühl gewesen, wenn man wusste: Ich hab es geschafft, obwohl ich es vielleicht nicht so gerne mache. Man weiß, wofür man es tut und das Ergebnis ist jedes Mal aufs Neue einfach überwältigend! Immerhin erschafft man eine Welt, die es vorher nicht gegeben hat und dieses Gefühl entschädigt einfach ALLES (auch ein anstrengendes Lektorat!).

Danke, dass du dir Zeit genommen hast für meine Fragen. 

Mentira 1: Stadt der Lügen 

Klappentext: 
**In einer Welt, in der nur die Wahrheit zählt, kann eine einzige Lüge alles verändern.** 
Melia ist ein Mitglied der Ruína und als solches ist die Wahrheit tief in ihr verwurzelt. Doch durch den Auftrag, ein mysteriöses Buch aus vergessenen Zeiten ausfindig zu machen, gerät das Vertrauen in ihre Schwesternschaft ins Wanken. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und flieht. Aber außerhalb der Stadtmauern Mentiras liegt eine Welt, in der die Wahrheit kein Gewicht hat, in der Lügen und Betrügereien zum Alltag gehören. Hier trifft sie auf Jaron, einen verstoßenen Wächter. Und obwohl sich Melia der Gefahr bewusst ist, schenkt sie dem Mann mit den stechend grünen Augen ihr Herz…
Quelle: Impress Verlag 

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