Flügelschatten: Augen aus Dunkelheit von Carolin Herrmann

Klappentext:
Wenn du Gefahr witterst verstecke dich. Wenn du in die Enge getrieben wirst sei bereit für den Angriff. Du brauchst keine Waffen, du bist schneller als sie. Stärker. Besser.
Manchmal frage ich mich, wie es wäre, Erinnerungen zu haben. Nicht bloß diese Visionen, die mich überkommen und mir einen kurzen Blick in die Vergangenheit schenken. Wie es wäre, nicht von dieser Gier nach Blut angetrieben zu werden, oder wie es wäre, eine von ihnen zu sein ohne die eingerissenen Flügel aus Haut und Knochen und ohne violette Augen voller Finsternis. Vor allem frage ich mich, wie es wäre, jemandem zu vertrauen. Celdon vielleicht. Aber genau er hat mir gesagt, dass es in Zeiten wie diesen niemanden gibt, dem man trauen kann.
Die Mauern aus Eis, die ich um mich errichtet habe, er schlägt Risse in sie und ich weiß nicht, ob ich das zulassen darf. Was ist, wenn er hinter sie blickt und das Monster sieht, das in mir schlummert?
Quelle: Drachenmond Verlag

Meine Meinung:
Ohne Erinnerungen an ihr bisheriges Leben wacht Bree mitten im Wald auf. Ganz auf sich allein gestellt, schlägt sie sich durch, sie gehört weder zu den Menschen noch zu den Elfen. Außerdem hat sie Flügel, kann aber nicht damit fliegen, denn einer davon ist beschädigt. Auf ihrer Suche nach Antworten findet sie Unterschlupf bei dem Elfen Elijah. Hier lernt sie Celdon, den sie einerseits faszinierend findet, der sie aber andererseits auch sehr oft provoziert. Als sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem Azael machen, von dem sich Bree Antworten auf viele ihrer Fragen erhofft, kommen sich die beiden näher. Aber als Bree endlich Antworten erhält ist das für alle ein Schock. 

Bei diesem Buch handelt es sich um den 1. Teil einer Dilogie. Die Autorin konnte mich bereits mit ersten Buch, Das Mädchen, das die Träume webt, überzeugen, deshalb wollte ich diese neue Reihe von ihr unbedingt lesen. 

Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Bree. Den Namen bekommt sie übrigens erst später im Verlauf der Handlung. Zuerst ist sie völlig alleine und auf sich selbst gestellt. Die Autorin erzählt weniger über die Welt, in der die Handlung spielt, es geht in erster Linie um die Charakterentwicklung von Bree und natürlich um die Suche nach Antworten zu ihrer wahren Identität. 

Bree ist anders als die anderen Charaktere, sie umgibt ein Geheimnis, das gelöst werden muss. Sie ist stark und zerbrechlich gleichzeitig, was ich eine interessante Mischung fand. Ich mochte sie sehr, sie war mir sehr sympathisch. Die Romanze nimmt eine große Rolle in der Handlung ein, ist aber nie zu kitschig oder überladen. 

Am Ende wird das Geheimnis um Bree gelüftet, aber dann ist der 1. Teil auch schon zu Ende. Mich konnte dieses Buch auf jeden Fall völlig überzeugen und ich vergebe die volle Punktzahl. 

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