(Werbung) Interview mit H. C. Schneider

Hallo Zusammen,

ich habe diese Woche wieder ein interessantes Interview führen dürfen und zwar mit der Autorin H. C. Schneider. Ihre Bücher werde ich auf jeden Fall lesen, denn sie klingen wirklich interessant.

 

Danke, dass du dir Zeit genommen hast für meine Fragen. Demnächst erscheint deine Dilogie Die Eintracht beim Talawah-Verlag. Worum genau geht es hier?

In einer kriegsgebeutelten Galaxie hat sich ein politisches System ausgebildet: Die Eintracht. Die Mitglieder werden über die Geschehnisse außerhalb und innerhalb des Kollektivs nur mittels euphemistischer Propaganda informiert. Das oberste Ziel ist die Vermeidung von psychischem und physischem Stress. Bewusstseinsverändernde Substanzen spielen eine große Rolle. Natürlich ist das System auch nicht frei von Widersprüchen.

Es kommt zu einem Anschlag in der Eintracht und die Chemiearbeiterin Diana, die bis dahin versucht hatte, einfach nur nicht aufzufallen, wird dafür verantwortlich gemacht und auf einen Planeten für Delinquenten gebracht. Dort spielen die Prinzipien der Eintracht keine Rolle, die Delinquenten sind ohne jedwede Technik ganz auf sich gestellt. Gleichzeitig muss in der Eintracht der Kollektivierer Dicon Gerüchten um eine Rebellengruppe nachgehen, die sich der Suche nach einer Waffe verschrieben hat, die die Eintracht vernichten und den Tausendjährigen Krieg entscheiden könnte. Also eine (hoffentlich ganz coole) Mischung aus Sci-Fi, Survival und Dystopie.

Wie bist du auf die Idee zu dieser Reihe gekommen?

Ich habe 2014 mit dem Manuskript angefangen. Damals hatte ich nur eine Szene im Nebel im Kopf, der auf den Planet der Eintracht vorkommt. Irgendwann hat sich die Story drum herum entwickelt. Allerdings habe ich zwischendurch eine lange Pause gemacht, um ein anderes Manuskript zu schreiben. Dann habe ich die Geschichte nochmal ganz umgeworfen. Ich denke, ich habe einfach viele Dinge und Themen einfließen lassen, die ich selbst genial finde und die mich interessieren. Ich liebe zum Beispiel Survival-Sendungen, in denen Überlebensexperten in der Wildnis ausgesetzt werden.

Warum gerade Science Fiction?

Die Science Fiction mit all ihren Unterkategorien bietet einfach total viele Möglichkeiten und dabei schwingt immer das Gefühl mit, dass es prinzipiell tatsächlich so kommen könnte, wie der Autor es beschrieben hat. Es  kann dabei total episch werden wie bei Space Operas und Space Fantasy oder eher techniklastig wie beim klassischen Hard Sci-Fi. In meinen Büchern kommen keine mathematischen Gleichungen vor, aber manchmal lasse ich schon einen winzigen Physikfakt einfließen, wenn ich ihn selbst super spannend finde.

Was ist dir am wichtigsten bei deinen Büchern?

Erstmal eine spannende Story und dann auch, dass die Charaktere und Systeme nicht unbedingt 100 % gut oder schlecht sind. Irgendetwas dazwischen ist meist spannender.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Meine Eltern und mein Bruder haben mich in allem immer bedingungslos unterstützt, auch in den ersten Schreibversuchen in der Grundschule.  Alle meine Frühwerke wurden übrigens fein säuberlich archiviert. Eine davon habe ich letztens nochmal gelesen und habe mich schibbelig gelacht (Kennt man das Wort auch außerhalb des Rheinlandes?). Der Einfluss von Harry Potter lässt sich nicht leugnen.

Wie kann man sich deine Recherche-Arbeit vorstellen?

Manchmal sind gewisse Elemente meiner Stories geschichtlich inspiriert. Also heißt es ganz unspektakulär: Fachaufsätze und –bücher lesen. Aber das hält sich in Grenzen.

Hast du Beta-Leser? Wenn ja, wer ist das? Inwieweit haben diese Einfluss auf deine Texte?

Ich habe bis jetzt nur einen Beta-Leser und er hat viel Einfluss auf die Geschichte, weil er verschiedene Versionen zu lesen bekommt und mir sagt, was er besser findet.

Hast du einen Lieblingsplatz zum Schreiben?

Ich habe mir ein nettes Arbeitszimmer eingerichtet. Manchmal brauche ich beim Schreiben jedoch leise Hintergrundgeräusche. Ich kann sehr gut im Zug, in Cafés aber auch auf der Couch mit laufendem Fernseher schreiben.

Was liest du selbst gerne? Was ist dein Lieblingsgenre?

Was Romane angeht: momentan nur Science Fiction, Ausnahmen sind Bücher von befreundeten Autoren aus anderen Genres. Star-Wars-Bücher sind mein Guilty Pleasure. Die sind genau wie die Filme: oft eher so mittel, aber die ganze Geschichte drum herum ist einfach richtig cool.

Macht dir das Schreiben immer Spaß?

Wenn ich einmal dransitze, in der Regel ja. Die Überarbeitung ist nicht meine Lieblingsphase und auch die, die mit den meisten dramatischen „Ich bin vollkommen untalentiert und mein Gebschreibsel eine Schande für die Zunft“-Situationen einhergeht.

Was sind deine nächsten Pläne?

Die Zwietracht, der zweite Teil der Dilogie, ist fast fertig geschrieben. Ich möchte, dass das Ende richtig episch wird, deshalb brauche ich bestimmt zwanzig Überarbeitungen, bis ich zufrieden bin. Nebenbei arbeite ich an einem weiteren Manuskript. Die Geschichte spielt im gleichen Universum wie „Die Eintracht“ und „Die Zweitracht“, ist aber zeitlich davor angesiedelt. Ich zocke seit einiger Zeit das PC-Spiel Subnautica und davon ist diese Geschichte inspiriert. Es geht also um einen Wasserplaneten und darauf habe ich richtig Bock. In „Die Eintracht“ gibt es auch ein paar Szenen in der Tiefsee, aber das war mir dann doch zu wenig. Ansonsten habe ich viele Ideen, um das Eintrachts-Universum noch auszuweiten.

Information zum Buch:

Klappentext:
In einer Galaxie, in der die Völker seit tausend Jahren Krieg gegeneinander führen, ist die Eintracht ein Refugium der Gemeinschaftstreue und Zufriedenheit. Jeder ist hier einzigartig und wertvoll.  Als jedoch ein Anschlag das Kollektiv erschüttert, ist eine Schuldige schnell gefunden. Zur Strafe wird die Chemiearbeiterin Diana auf einen gefährlichen Delinquentenplaneten geschickt. Dann kehrt auch noch eine fast vergessene Rebellengruppe in die Eintracht zurück und die Waffe, die den Tausendjährigen Krieg entscheiden wird, droht, in die falschen Hände zu geraten …
Quelle: Talawah Verlag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.