(Werbung) Interview mit Johanna Tiefenbacher

Hallo Zusammen, 

heute gibt es wieder ein Interview bei mir, mit einer Autorin, die am 18.01.19 ein Buch im Talawah-Verlag veröffentlicht:

Danke, dass du dir Zeit genommen hast für meine Fragen. Am 18.01.19 erscheint dein erstes Buch im Talawah-Verlag, Die Magie der Steinblüte. Worum genau geht es hier?

In meinem Buch geht es um die achtzehnjährige Monika, die im Wald ein mysteriöses Amulett findet und dadurch in ein magisches Abenteuer verwickelt wird. Die Handlung beginnt damit, dass sie in ihrer Kleinstadt mit Ausgrenzung zu kämpfen hat und sich wünscht, ihrem Alltag entkommen zu können. Dieser Wunsch wird ihr erfüllt, doch als sie sich in einer magischen Welt inmitten eines Kampfes um die Steinblüte wiederfindet, möchte sie eigentlich nur wieder zurück nach Hause. Um das ungewollte Abenteuer heil zu überstehen, muss sie lernen, auf ihre innere Stärke zu vertrauen. Neben der Haupthandlung geht es in diesem Buch vor allem auch um sexuelle Orientierung und das Gefühl, nicht dazuzugehören. Mehrere Charaktere leiden aus unterschiedlichen Gründen darunter, nicht in ihr soziales Umfeld zu passen, sie fühlen sich einsam und unverstanden und gehen unterschiedlich damit um. Sich gegenseitig zu verstehen, füreinander da zu sein und das Gefühl zu haben, geliebt zu werden, ist wichtig im Leben.

Wie bist du auf die Idee zu diesem Buch gekommen?

So genau sagen kann ich das gar nicht mehr sagen. Die Idee ist in mir über mehrere Jahre gewachsen, und hat sich mehrfach sehr grundlegen verändert, bevor ich sie dann in dieser Form aufgeschrieben habe. Damit angefangen habe ich, als ich gerade mit der Schule fertig war und vor Beginn des Studiums viel Zeit hatte. In dieses Buch sind verschiedene Ideen und Themen eingeflossen, die mich beschäftigt haben und noch immer beschäftigen.

Wird dies eine Reihe oder ein Einzelband?

Das ist noch nicht ganz klar. Erst einmal wird es als Einzelband veröffentlicht. In meinem Kopf geht die Geschichte definitiv noch weiter und ich arbeite auch schon an einer Fortsetzung, aber es gibt keine konkreten Pläne, sie auch zu veröffentlichen. Ehrlich gesagt wollte ich erst einmal abwarten, wie mein erstes Buch überhaupt ankommt.

Was ist dir am wichtigsten bei deinen Büchern?

Ich schreibe für mich. Für diese Aussage ernte ich immer wieder ungläubige Blicke, aber es ist so. Das heißt, mir ist wichtig, dass ich voll und ganz hinter dem Inhalt meiner Bücher stehen kann. Schreiben ist für mich fast eine Art Therapie, ich kann dabei all meine Gefühle verarbeiten. Wenn etwas herauskommt, das in meinen Augen veröffentlichungswürdig ist, umso besser. Das ist aber nicht mein Anspruch und nicht meine Motivation. Was „Die Magie der Steinblüte“ konkret angeht, wollte ich ein Buch schreiben, wie ich es gern lesen würde, aber in der Form nicht gefunden hab. Etwas, das mir dabei besonders wichtig war, war ein Buch zu haben, in dem sexuelle Orientierung weder die Haupthandlung ist (also kein Coming Out und/oder eine Liebesgeschichte), noch als Punchline oder unwichtiges Detail im Hintergrund steht. Ich hoffe, das ist mir gelungen.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich hab mir schon als Kind gern Geschichten ausgedacht und mir nach einem Film oder einem Buch ausgemalt, wie es mit den Charakteren weitergehn könnte. Als Teenager hab ich eine ganze Weile Harry Potter Fanfiction geschrieben und gelesen und dabei viel übers Schreiben gelernt. Irgendwann hab ich mich dann immer mehr daran gewagt, meine eigenen Geschichten und Charaktere zu entwickeln, was mir so viel Spaß gemacht hat, dass ich dabei geblieben bin. Nur gezeigt hab ich diese Geschichten sehr lange niemandem.

Wie kann man sich deine Recherche-Arbeit vorstellen?

Wirklich recherchieren tue ich für meine Geschichten eigentlich nicht. Bei Fantasy ist das ja auch nicht notwendig, weil man sich in der Regel viel selbst ausdenkt. Aber wenn mich etwas interessiert, dann kann ich mich schon eine ganze Weile mit einem Thema beschäftigen, Bücher und Internetseiten durchlesen und Informationen sammeln, die dann möglicherweise in eine Geschichte einfließen.

Hast du Beta-Leser? Wenn ja, wer ist das? Inwieweit haben diese Einfluss auf deine Texte?

Nein, ich hab keine Beta-Leser. Ich lasse selten jemanden etwas von mir lesen, ehe es beendet und von mir noch einmal überarbeitet ist. Anschließend dürfen gute Freunde oder meine Familie es lesen, wenn sie Interesse haben. Aber auf den Inhalt der Geschichten haben sie dann keinen Einfluss mehr. Eine Ausnahme ist, wenn ich jemanden gezielt um Rat frage, weil ich mir bei einer Entscheidung unsicher bin, oder noch nicht genau weiß, wie das Ende aussehen soll.

Hast du einen Lieblingsplatz zum Schreiben?

Ja, in meinem Bett, am liebsten, wenn es draußen schon dunkel und um mich herum vollkommen still ist. Dann kann ich meiner Fanatsie am besten ungestört freien Lauf lassen.

Was liest du selbst gerne?

Was ist dein Lieblingsgenre? Ich lese am liebsten Fanatsy und die meisten Bücher, die ich besitze, gehören auch in das Genre. Dabei hab ich keine Vorliebe für ein bestimmtes Untergenre, bin aber in der Regel kein großer Fan von Romantasy. Allerdings lese ich auch so ziemlich jedes andere Genre, wenn mich der Klappentext und das Cover ansprechen. Nur um Horror mache ich einen großen Bogen und Krimis sind auch nicht so mein Fall.

Macht dir das Schreiben immer Spaß?

Im Allgemeinen ja. Ich würde nicht schreiben, wenn es mir keinen Spaß machen würde. Aber es gibt natürlich immer Aspekte, die weniger Spaß machen oder Tage, an denen ich weniger Lust hab. Vor allem korrekturlesen mache ich nicht so gern. Ich bin zu selbstkritisch und möchte dann immer viel zu viel ändern, sodass ich am Ende alles noch einmal korrigieren muss … Wenn ich eine Idee zum ersten Mal aufschreibe, dann ist es, als erlebe ich sie in genau dem Moment selbst, wie beim Lesen oder bei einem Film. Dann kenne ich die Geschichte ja schon und meine Motivation, sie noch einmal genau durchzugehen, sinkt.

Was sind deine nächsten Pläne?

Da ich gerade hauptberuflich meinen Doktor in Biologie mache, kann ich nur in meiner Freizeit schreiben. Ich hab immer mehrere Geschichten im Kopf und je nachdem, wonach mir gerade ist, arbeite ich daran weiter. Es wär natürlich toll, wenn meinem ersten Buch noch weitere folgen würden, aber konkrete Pläne hab ich da zurzeit nicht, und „Die Magie der Steiblüte“ ist bisher auch das einzige Manuskript, das von einem Verlag angenommen wurde.
Ich versuche mich gerade auch daran, Theaterstücke zu schreiben, und wenn ich da mal eines fertig bekomme, wird es vielleicht auch von meinem Theaterverein aufgeführt. Das ist bisher aber nur Wunschdenken.

Informationen zum Buch: 

Klappentext:
Als Monika im Wald ein mysteriöses Amulett findet, ahnt sie nicht, in welches Abenteuer sie dank der Elfe Sinthandia geraten ist. Inmitten eines Kampfes um die geheimnisvolle Steinblüte, in einer fremden, magischen Welt, in der ihr niemand wohlgesonnen zu sein scheint, muss Monika zwischen Feind und Freund unterscheiden und ihren eigenen Wert erkennen, um zu überleben. Kann sie sie den nötigen Mut aufbringen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen?
Quelle: Talawah Verlag

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