Die Birkenbraut und ihr Ungeheuer von Arianne L. Silbers

Klappentext:
Finster, verwunschen und voller Gefahr – mitreißende Fantasy hinter verzauberten Türen!
Onora liebt Bücher und gute Geschichten – zwei Dinge, für die ihr kriegslustiger Clan nichts übrighat. Und so schließt sie sich eines Tages den weisen Drunen an, die tief im Wald das Wissen der gesamten Welt versteckt halten.
Als Onora allerdings anfängt, von einer mysteriösen Tür aus Birkenholz zu träumen, wird ihr klar, dass die Drunen neben all ihren Chroniken auch Geheimnisse horten. Zusammen mit dem düsteren Hecser, der gegen seinen Willen zu ihrem Beschützer ernannt wird, schleicht sie sich schließlich in den Irrgarten der Gelehrten, um die Tür aus ihren Träumen zu finden.
Doch je tiefer Onora sich in dem von Monstern bewachten Labyrinth verläuft, desto mehr weicht ihre Furcht vor dem mitleidlosen Krieger einem ganz anderen Gefühl, das sie ins Verderben stürzen könnte, sollte sie die Birkenholztür wirklich erreichen. Denn auch Hecser verbindet etwas mit der rätselhaften weißen Tür – ein Zauber, zu alt und finster, um einen Namen zu haben. Und nicht jeder Fluch lässt sich brechen …
Ein Herz, so schwarz wie Rabenfedern,
das andere weiß wie Birkenholz.
Quelle: Kampenwand Verlag

Meine Meinung:
Onara führt beim Clan ihres Vaters eher die Rolle einer Außenseiterin. Sie verkriecht sich am liebsten in der Bibliothek, denn Bücher haben sie schon immer fasziniert. Dann eines Tages flieht sie relativ spontan aus dem Schloss ihres Vaters und schließt sich den Drunen an. Hier erfährt sie mehr über ihre Mutter, denn diese gehört zum Volk der Drunen. Hier gibt es unheimlich viel zu entdecken für Onara, aber meistens interessiert sie ein von Monstern bewachtes Labyrinth. Gemeinsam mit ihrem unfreiwilligen Aufpasser Hecser macht sie sich eines Tages auf, das Labyrinth zu erforschen. 

Ich muss tatsächlich gestehen, dass ich dieses Buch vor allem wegen des unglaublich tollen Covers gekauft habe. Aber auch der Klappentext klangt vielversprechend. Das Geschichte hat mich auf jeden Fall positiv überrascht. Die Autorin entführt ihre Leser in eine Welt mit vielen interessanten Völkern, die mich sehr fasziniert haben. Der Schreibstil ist märchenhaft und poetisch, die Handlung recht anspruchsvoll und fantasievoll. 

Erzählt wird die Handlung überwiegend aus der Sicht von Onara, wechselt aber auch zu Hecser. Onara ist ein sehr unsicherer Charakter, macht aber im Laufe der Handlung einer erstaunliche Wandlung durch. Sie ist mir sehr sympathisch, alleine schon, weil sie ein Bücherwurm ist.
Hecser ist ein eher geheimnisvoller Charakter. Er ist unfreiwillig an die Drunen gebunden und lange waren seine Absichten nicht wirklich klar. Er ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Charakter. Die Romanze zwischen den beiden ist zwar ein wichtiger Bestandteil der Handlung, nimmt aber gar nicht so einen großen Spielraum ein und wird eher im Hintergrund und dezent erzählt. Mir persönlich war das Ende fast etwas zu offen, zumindest in Bezug auf die Romanze.

Die Autorin hat angekündigt, dass sie bereits ein weiteres Buch geschrieben hat, es scheint sich aber nicht um eine Fortsetzung zu handeln, sondern um eine neue Geschichte. Ich kann Die Birkenbraut und ihr Ungeheuer jeden empfehlen, der gerne märchenhafte Fantasy mag. Von mir gibt es keine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl. 

 

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