Tief im Wald von Peternelle van Arsdale

Klappentext:
Alys ist sieben, als die Seelenesser eines nachts in ihr Dorf kommen. Am Morgen danach sind alle Erwachsenen tot. Alys und die anderen Kinder müssen fortan in einem Nachbardorf leben, wo die Menschen gläubig sind und das Biest fürchten, das tief im Wald lebt. Doch das Biest ist nicht das, was es zu sein scheint – ebenso wenig wie Alys. Das Mädchen spürt, dass es in seinem Inneren mit den Seelenessern verbunden ist. Als Alys älter und ihre geheime Gabe stärker wird, sehnt sie sich immer mehr nach der Freiheit jenseits des Dorfes. Da schlägt das Schicksal erneut zu, und Alys macht sich auf die gefährliche Reise in den dunkelsten Teil des Waldes …
Quelle: Heyne Verlag

Meine Meinung:
Das Dorf, in dem die 7-jährige Alys wohnt, wird von Seelenessern heimgesucht. Alle Erwachsenen werden getötet, die Kinder überlegen und fliehen in das Nachbarsdorf. Doch die Gefahr durch die Sselenesser ist noch lange nicht gebannt und auch das Biest treibt in den Wäldern sein Unwesen. Aber letztendlich ist nichts so wie es scheint und Alys muss eine Entscheidung treffen. 

Bei diesem Buch hat mich sowohl der Klappentext als auch das Cover sehr angesprochen. Die Handlung wird aus der Sicht von Alys erzählt und die Autorin entführt ihre Leser in einer sehr düstere Welt. Irgendwie ist die Geschichte anders als ich erwartet habe, was jetzt nicht unbedingt schlecht ist. Das fängt schon damit an, dass Alys ein sehr junger Charakter ist. Wir begleiten sie einen Teil ihres Lebens. Am Anfang ist sie 7 Jahre und das doch recht lang. Dann gibt es einen größeren Zeitsprung und sie ist 12 Jahre und im letzten Drittel ist sie 15 Jahre. Das fand ich sehr ungewöhnlich. Ich hatte zwar nicht das Gefühl, dass die Handlung aus der Sicht eines Kleinkindes erzählt wird, aber irgendwie fand ich das schon sehr seltsam, denn so konnte man sich schwer mit ihr identifizieren. 

Das Leben in dem anderen Dorf ist für die überlebenden Kinder nicht einfach. Da gibt es die Ältesten des Dorfes, die sehr fromm sind, regieren mit eiserner Hand, sind aber gleichzeitig intrigant und legen sich ihre Regeln so aus wie sie ihnen gerade passen. Ein wenig hat mich dieser Aspekt der Handlung an die Inquisition erinnert. Die Idee mit den Seelenessern und dem Biest fand ich sehr gut. Die Handlung ist sehr geheimnisvoll, viel verrät die Autorin nicht und nicht auf alle Fragen gibt es Antworten. Das passt aber insgesamt sehr gut zusammen. 

Es gibt übrigens auch eine Romanze, die erst im letzten Drittel spielt als Alys 15 Jahre ist. Leider verliert die Romanze dadurch an Tiefe, was ich sehr schade finde, da hätte man viel mehr herausholen können. 

Mir hat die Geschichte gefallen, wobei ich denke, sie wäre noch besser geworden, wenn Alys älter gewesen wäre. Deshalb vergebe ich 4 von 5 Punkten. 

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