(Gastrezension) Im Feuer der Nacht (Barnaby Adair) on Stephanie Laurens

Hallo Zusammen, 

heute gibt es nach längerer Zeit mal wieder eine Gastrezension und zwar von Katja. Sie hat diesen historischen Liebesroman gelesen und hier ist ihre Meinung: 

Klappentext:
Barnaby Adair verschwendet keinen Gedanken an die Ehe, zu sehr genießt er sein Leben als Detektiv. Bis er eines Abends Penelope Ashford begegnet, die ganz anders ist als die Damen der vornehmen Gesellschaft. Sie kümmert sie sich um die vergessenen Waisenkinder Londons und wendet sich an ihn, weil plötzlich einige ihrer Schützlinge wie vom Erdboden verschluckt sind. Barnaby zögert nicht und übernimmt den Fall. Denn seine Auftraggeberin weckt nicht nur seinen kriminalistischen Spürsinn, sondern auch leidenschaftliche Gefühle in ihm. Aber die temperamentvolle Penelope hat zu seiner großen Überraschung eigene Pläne … (das Buch ist eine Neuauflage unter gleichem Titel aus dem Jahr 2010 bei blanvalet)
Quelle: Mira Taschenbuch Verlag

Meine Meinung:
Stephanie Laurens ist eine der ganz großen Liebesromanautorinnen und dementsprechend routiniert und erfahren. Das merkt man dem Roman an, sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. 

Ihr Stil ist einer der Gründe, warum ich an einem Laurens kaum vorbeigehe, der ist immer so flüssig und bildhaft zu lesen, dass ich Bücher von ihr kaum aus der Hand zu legen vermag. Etwas ambivalenter sehe ich dagegen in diesem Roman ihre Figuren. Die beiden weiblichen Hauptcharaktere (ja, es gibt neben Penelope und Barnaby ein weiteres Pärchen) haben ihre Ecken und Kanten, vor allem Penelope könnte auf die eine oder andere Leserin zickig und herrschsüchtig wirken. Griselda wirkt da wesentlich gefälliger, allerdings liegt auf ihr auch weniger der Fokus. Barnaby und Basil sind für meinen Geschmack etwas zu blass gezeichnet, mir hätte es gefallen, ein wenig mehr Innenleben von ihnen gezeigt zu bekommen. Stattdessen liegt das Augenmerk auf den Ermittlungen und das hat dem Roman meiner Ansicht nach nicht so gut getan. Hier hätte ich mir etwas weniger Ausführlichkeit gewünscht, ein paar hundert Wörter weniger hätten dem Roman gut getan. Die Krimihandlung ist allerdings recht vorhersehbar und bietet keine großen Überraschungen.

Positiv überrascht bin ich insgesamt vom Setting. Im London des Jahres 1835 sind Penelope und Griselda starke Frauenfiguren, beide in ungewöhnlichen Positionen und mit Barnaby und Basil hat man auch mal Männer außerhalb der gewöhnlichen Adelskreise. Freunde der reizvollen Szenen kommen auch wieder auf ihre Kosten, allerdings muss man schon bis zur Mitte des Buches kommen. Mit 21 Seiten sicherlich keine kurze Szene 😉

Fazit:
Trotz der Kritikpunkte ist es ein gelungener und unterhaltsamer Laurens, den man lesen sollte, wenn man ihre übrigen Bücher mag. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten, Sternen, was auch immer. 

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