Eryleion von Lani Sommerfeld

Klappentext:
Was zunächst wie ein Traum erscheint, entpuppt sich als bittere Realität: Die Freunde Daniel und Frank erwachen in einer fremden Welt, ohne zu wissen, warum sie hierhergelangt sind. Obwohl sie von einem faszinierenden Reitervolk aufgenommen werden, erfahren sie auch von ihm nichts über die Umstände ihrer Anwesenheit. Schließlich brechen sie auf, um einen geheimnisvollen Weisen und somit die Antworten auf all ihre Fragen zu finden. Doch die lange Reise trennt die beiden Freunde und bringt sie in große Gefahr. Ein Schatten hat sich in dieser Welt festgesetzt, der die Existenz der beiden Fremden fürchtet. Das Dunkel ist aber nicht die einzige Macht, die Daniel und Frank beobachten lässt …
Quelle: Autor

Meine Meinung:
Als beiden ungleichen Freunde Daniel und Frank den seltsamen Alewas Gordich kennen lernen, haben sie noch keine Ahnung, dass sich ihr Leben bald grundlegend verändert wird. Denn durch den Spielzeugladen von Aelwas Gordick landen sie in der Parallelwelt Eryleion. Zuerst sind die beiden sehr verunsichert und wollen um jeden Preis wieder nach Hause. Auf ihrer Suche nach Antworten landen sie bei den Khelauin. Das Volk nimmt sich ihrer an und sie lernen deren Sprache und ihre Sitten kennen. Die Khelauin erzählen den beiden von dem Weisen, der ihnen eventuell Antworten geben kann. Diese dort hin gefährlich und abenteuerlich zugleich. Die Wege der beiden Freunden trennen sich auf ihrer langen Reise und beide schlagen unterschiedliche Wege ein. Ihnen steht am Ende eine schwere Aufgabe, denn Eryleion und ihre Welt sind in großer Gefahr.

Hinter dem Pseudonym Lani Sommerfeld verbirgt sich der Autor Andreas Otter, der ja bisher durch seine Thriller, die er als Andreas Petzold schreibt,  und seine historischen Romane bekannt wurde. Jetzt hat er sich an das Gerne Fantasy gewagt. Eryleion war mein erstes Buch von ihm, der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht.
Der Autor entführt uns in die Welt Eryleion, die erst sehr detailliert und fantastisch beschrieben hat. Zwar konnte man sich als Leser Eryleion sehr gut vorstellen, aber ich hätte mir am Anfang des Buch eine Karte gewünscht. Gerade bei solchen Geschichten, in denen die Charaktere viel durch das Land ziehen, ist so eine Karte immer toll.  Mit 602 Seiten ist das Buch relativ dick und man muss sich schon darauf einlassen, dass alles sehr genau beschrieben wird, wie es halt üblich ist bei solchen Geschichten.
Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven. Immer wechselt sie zwischen Daniel und Frank hin und her, später kommt dann noch eine weitere Perspektive hinzu. Mir hat es gut gefallen, dass die Handlung aus der Sicht von männlichen Charakteren erzählt wird. Daniel und Frank sind sehr unterschiedlich und beide gehen in Eryleion verschiedene Wege. Gerade Franks Werdegang hat mich ehrlich gesagt etwas gewundert und er war mir oft sehr unsympathisch. Bei beiden jungen Männern spielt die Liebe eine wichtige Rolle und ab einem bestimmten Punkt nehmen die Romanzen der beiden einen sehr hochen Stellenwert in der Handlung ein. Der Schreibstil ist angenehm, wobei mir aber die beiden Liebesgeschichten fast schon etwas zu kitschig waren.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Alle Fäden laufen zusammen und alle Fragen werden beantwortet. Von mir gibt es 4 von 5 Punkte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.