Das Mädchen und der Winterkönig von Katherine Arden

Klappentext:
Wasja hat es geschafft: Sie hat ihr Zuhause vor dem Untergang bewahrt, indem sie einen Pakt mit Väterchen Frost einging. Doch jeder Pakt hat seinen Preis, und nun muss Wasja bitter für die Hilfe des Winterdämons bezahlen. Als Hexe verschrien, wird sie aus dem Dorf gejagt und durchstreift fortan in Männerkleidung das riesige Zarenreich. Immer an ihrer Seite ist ihr geliebter Hengst Solowej, der schneller ist als der Wind. Als Wasja eines Tages eine berühmt-berüchtigte Räuberbande in die Flucht schlägt, ruft sie der Prinz an den Hof nach Moskau, wo sie als Held gefeiert wird. Schnell wird Wasja – dank der Ratschläge des Winterdämons – zur engsten Vertrauten des Prinzen. Doch niemand am Hof darf je erfahren, dass der tapfere Kämpfer aus dem klirrend kalten Norden eigentlich eine junge Frau ist …
Quelle: Heyne Verlag

Meine Meinung:
Wasja findet einfach keine Ruhe, also macht sie sich mit ihrem Hengst Solowej auf in die weite Welt. Diese Reise verläuft anders als erwartet und ist für Wasja auch sehr gefährlich, denn sie begegnet einer Band von Räubern, die die Dörfer angreifen und die jungen Töchter der Dorfbewohner rauben. Wasja befreit eine einen Teil der Mädchen und landet als Junge verkleidet in Moskau an dem Hof des Großfürsten Dimitri Iwanowitsch. Hier trifft sie hier auf ihren Bruder und ihre Schwester, die sie beiden seit langer Zeit nicht mehr gesehen hat. Aber sollte ihre Scharade auffliegen, ist nicht nur sie in Gefahr, auch ihre Geschwister. 

Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Teil der Winternacht-Trilogie. Ich war ganz überrascht, denn zuerst dachte ich, Teil 1 wäre ein Einzelband. Obwohl die Handlung in Teil 1 zu Ende war, erzählt die Autorin im 2. Teil eine neue Geschichte um Wasja und Morozko dem Winterkönig oder Winterdämon, wie es ich selber nennt.  

Wieder entführt die Autorin ihre Leser nach Russland und erzählt eine Geschichte, die eine Mischung aus russischem Märchen und High Fantasy ist. Diese Mischung hat mir bereits im 1. Teil unheimlich gut gefallen und auch im 2. Teil konnte die Autorin damit wieder bei mir punkten. Die Geschichte ist teilweise recht düster, was mir sehr gut gefallen hat. 

Wasja ist mittlerweile eine junge Frau geworden, leider benimmt sie sich sehr oft wie ein kleines Kind. Sie ist stur und dickköpfig und ich fand ich Verhalten nicht immer gut. Das ist aber auch das Einzige, was mir an dem Buch nicht gefallen hat. Zwischen Wasja und Morozko bahnt sich eine Romanze an, die aber nicht im Vordergrund steht, aber immer irgendwie präsent ist, da Morozko Wasja immer wieder zur Seite steht und ihr hilft. 

Es gibt ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus Teil 1, aber die Autorin führt auch viele neue interessante Charaktere ein. Insgesamt hat mit der 2. Teil wieder richtig gut gefallen und ich hoffe wirklich sehr, dass der Verlag auch den 3. Teil übersetzt. 

Von mir gibt es die volle Punktzahl. 

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