Yozari – Rauch des Vergessens von Michaela J. Ruppert

Klappentext:

Das Land Seiizhi versinkt in grausamen Zeiten. Dämonen plagen die Bevölkerung und der Kaiser ist machtlos gegen das Böse. Seit der Zerstörung ihres Dorfes ist Yussra von bohrendem Hass erfüllt und schlägt sich allein, mit Gelegenheitsarbeiten und Diebstählen durchs Leben. Sie gibt den Yozari – den schlimmsten aller Dämonen – die Schuld an ihrem Leid. Als sie dem Jungen Jiiro und dem geheimnisumwobenen Krieger Kacume begegnet, wird Yussra mit einer Wahrheit konfrontiert, so schrecklich, dass alles in Frage gestellt wird, was sie je zu kennen geglaubt hatte. Ihr Leben, ihre Liebe und ihr Seelenheil sehen sich einem unabwendbaren, fordernden Schicksal gegenüber …
Quelle: Frieling-Verlag Berlin

Meine Meinung:
Yussra ist seit ihrem 6. Lebensjahr auf sich alleine gestellt. Sie hält sich mit Diebstählen über Wasser und reist von Dorf zu Dorf und von Land zu Land. Das Land wird von den Yozari bedroht, der Kaiser schickt seine Soldaten aus, um diese zu jagen. Auf einem ihrer Streifzüge trifft sie auf den seltsamen Krieger Kacume und den Jungen Jiiro. Jiiro scheint doch tatsächlich ein Yozari zu sein, aber wie kann das sein fragt sich Yussra. Sie reist mit den beiden in das Heimatdorf der Yozari um die Wahrheit hinter all dem herauszufinden. Und um auch um zu erfahren, was damals bei dem Ereignis in ihrem Dorf wirklich passiert bei dem ihre Mutter gestorben ist.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die 17-jährige Yussra. Durch ihre schwere Kindheit geprägt, schlägt sie sich alleine durch und ist jedem Fremden misstrauisch gegenüber. Ich muss gestehen, dass ich sie manchmal etwas anstregend fand, sie ist recht dickköpfig und aufbrausend. Manchmal hätte ich sie einfach nur schütteln können. Kacume hingegen ist ein sehr beherrschter Charakter, ein ehrenhafter Krieger, der alles für seine Mission tut. Natürlich sorgt das für jede Menge Spannung zwischen den beiden.
Im Laufe der Handlung muss Yussru ihr bisheriges Weltbild völlig umstellen, denn nicht alles scheint so zu sein wie auf dem ersten Blick. Die Yozari sind natürlich nicht das, was der Kaiser über sie behauptet und die Grenzen zwischen Gut und Böse verschieben sich. Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, spiegelt ein ein wenig die japanische Kultur wieder, was mir sehr gut gefallen hat.
Romantische Verwicklungen gibt es nicht wirklich, wobei die Autorin aber schon etwas andeutet. Ob sich da mehr entwickelt, wird sich in den weiteren Teilen zeigen. Ich würde es mir auf jeden Fall wünschen.

Insgesamt bekommt dieser Teil von mir 9 von 10 Punkte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert